Vater und Sohn drucken Alltagshelfer – und liefern inzwischen in die ganze EU
Was im September 2025 mit einem einzelnen 3D-Drucker auf dem Schreibtisch begann, ist ein Jahr später ein Sortiment mit über 40 Produkten, ein Shop in drei Sprachen und Kunden in der ganzen EU. Hinter FyDa Printwerk stehen kein Investor und kein Team – sondern ein Vater und sein Sohn.
Der Name verrät schon, wie die Werkstatt entstanden ist: FyDa steht für Fynn und Daniel. Daniel Scheck ist hauptberuflich Personalleiter, sein Sohn Fynn geht zur Schule. Abends und an den Wochenenden laufen bei beiden die Drucker.
„Wir haben angefangen, weil wir Dinge selbst machen wollten, statt sie zu kaufen. Dass daraus ein Betrieb wird, war nicht geplant – das ist Stück für Stück passiert.“
Heute stehen fünf Bambu-Lab-Drucker in der Werkstatt. Gedruckt wird aus PLA und PETG, gefertigt am Oberrhein, in Handarbeit nachbearbeitet und einzeln verpackt. Der größte Engpass ist dabei kein wirtschaftlicher, sondern ein physikalischer: die Druckzeit. „Also wählen wir Produkte danach aus, ob sie sich in vertretbarer Zeit in guter Qualität fertigen lassen. Das ist eine andere Logik als im Handel“, sagt Daniel Scheck.
Für Fynn ist das Projekt mehr als ein Nebenverdienst. Er arbeitet an der Produktauswahl mit, beurteilt Entwürfe und kennt die Maschinen inzwischen genauso gut wie sein Vater. „Man merkt schnell, wer von uns beiden geduldiger ist“, sagt Daniel Scheck. „Es ist meistens nicht der Erwachsene.“